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Paris mon amour – Ein langes Wochenende mit Kindern in der Stadt der Liebe

  • Autorenbild: Nine
    Nine
  • vor 3 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

PARIS - auch wenn ich schon viele, viele Male hier war, schafft Paris es jedes Mal aufs Neue mich in seinen Bann zu ziehen und von sich zu begeistern.

Dieses Mal jedoch sollte es zum ersten Mal mit Kindern in die französische Metropole gehen (war mein Geburtstagsgeschenk für den Herz-Mann, getreu dem Motto #collectmomentsnotthings).


Unsere Unterkunft Incredible Olympic Nest, ein kleines Appartement perfekt für 4 Personen, liegt im ruhigen, eher gehobenen 16. Arrondissement und ist für uns ein absoluter Glücksgriff. Nicht nur, dass die Wohnung für Pariser Verhältnisse recht groß und durch die Lage in einem Innenhof sicher und sehr ruhig ist, sie ist auch nur 200m von der nächsten Metro- und RER-Station entfernt.


Da wir mit dem Auto nach Paris gekommen sind und Parkplätze hier superteuer und rar zu finden sind, habe ich online ein wirklich günstiges Vorab-Parkticket im Q-Park Marceau (in der Nähe des Triumphbogens und der Champs-Elysées) gekauft (95€/Woche) und wir lassen unser Auto für den gesamten Aufenthalt hier stehen. In Paris selber bewegen wir uns nicht nur zu Fuß, sondern hauptsächlich mit der Metro und RER (Zug) weiter (2,50€ pro Fahrt mit der Navigo Easy Karte).


TAG 1 – Ankommen im Trubel der Stadt

Wir fahren morgens um 5h in Köln los, damit wir pünktlich zum Frühstück in Paris ankommen.

Wir parken das Auto in der Nähe des Arc de Triumphe (wir lassen unser Gepäck erstmal im Auto) und gehen frühstücken im süßen Azur Café. Anschließend bummeln wir die Champs-Elysées runter (auf Lolas Wunsch mit Stopp bei Sephora), schlendern durch die vielen Parks bis zum Jardin des Tuileries, in dem die Kinder erstmal die typischen Petit Bateaux im See fahren lassen und wir die Sonne genießen.


Bevor wir uns auf die Spuren von „Emily in Paris“ machen, essen wir bei der Trattoria Enza Famiglia zu mittag (direkt um die Ecke vom Louvre). Gestärkt besuchen wir anschließend den Place de Valois (wo Emily´s Agentur sitzt), verbringen Zeit im wundervollen Jardin du Palais Royal und bestaunen den Louvre von außen.



Da wir nun bereits einige Stunden auf den Beinen sind, holen wir unsere Koffer aus dem Auto und fahren zur Unterkunft für eine kurze Pause.

Den Abend lassen wir im Andia Paris ausklingen – ein wunderschönes, angesagtes Restaurant in der Nähe der Unterkunft. Unbedingt vorab reservieren und wenn möglich, nach einem Tisch draußen auf der Terrasse fragen.


TAG 2 – ab ins Marais

Nach dem Aufstehen geht es direkt ins schöne Viertel Le Marais. Wir frühstücken im Café Janine unter gestreiften Sonnenschirmen, schlendern über den Marché des enfants rouges und bummeln kreuz und quer durchs Viertel (Haupt-Shoppingstraße ist die Rue Vielle du Temple).

Nach einem kurzen Lunchspot im Terazza Mikuna mit wundervollem Weitblick (unbedingt vorab reservieren; leider für Vegetarier nicht geeignet), wandern wir über die Seine ins 5. Arrondissement weiter auf Emily Cooper´s Spuren. Am Place de l´Estrapade finden Fans nicht nur ihre Wohnung, sondern auch Rafaels Restaurant und die berühmte Boulangerie Moderne aus der Serie. Lola ist auf jeden Fall in Heaven.



Wir decken uns mit Törtchen von der Patisserie Julien Filoche ein und legen uns bei schönstem Sonnenschein in den Jardin du Luxembourg.

Nach einer kurzen Verschnaufpause in unserem Apartment verbringen wir den Abend mit einem Picknick unterm Eiffelturm. Während nur wenige Meter vor uns eine Hochzeit gefeiert wird, genießen wir die wunderschöne Stimmung und freuen uns darauf, dass um 22h der Eiffelturm zu blinken beginnt.



TAG 3 – Montmartre

Heute steht das Viertel Montmartre auf dem Programm. Nach einem Frühstück im Cafe Le Ventura beginnen wir unseren Streifzug über die Straßenstände und bestaunen die berühmte Mur des Je t´aime.



Paris ohne den Kids die Sacre Coeur zu zeigen ist natürlich nicht möglich, aber als wir hier oben ankommen, finden wir uns zwischen tausenden anderer Touristen wieder und es ist schlichtweg grauenvoll. Menschenmassen schieben sich von links nach rechts, so dass wir direkt wieder Reißaus nehmen und uns die Kirche lieber von unten anschauen – die obligatorische Karussellfahrt natürlich inklusive. (Hier gibt es sogar schon Fotos von mir als Jugendliche drauf #memories)



Da es uns hier einfach zu voll ist, beschließen wir mit der Metro Richtung Centre Pompidou zu fahren…dort besichtigen wir den Strawinski Brunnen von Niki de Saint Phalle, essen Crêpes und bummeln ein weiteres Mal durchs Marais bevor wir nachmittags eine kleine Pause einlegen.



Während halb Paris sich auf das Champions League Finale vorbereitet und nahezu jeder mit einem PSG-Trikot herumläuft, genießen wir unser Abendessen in der Pizzeria Popolare(superlecker und super faire Preise!) und schlendern anschließend durch die vielen Fans in Richtung Pont Neuf, da ich die anderen mit einer Sunset Cruise über die Seine überraschen möchte.

Mit Vedettes du Pont Neuf habe ich eine Sunset Happy Hour Cruise gebucht und wir haben nicht nur Glück mit dem Wetter sondern auch mit der extra für diesen Abend besonderen Beleuchtung des Eiffelturms. Während PSG ein Tor nach dem nächsten schießt und immer wieder Feuerwerk am Himmel erscheint, habe ich Glückstränen in den Augen #lavieestbelle.



Der Heimweg nachts gestaltet sich allerdings noch etwas schwierig, denn nachdem PSG haushoch die Champions League gewonnen hat, bricht in der Stadt leichtes Chaos aus…Menschenmassen strömen Richtung Arc de Triumphe, um dort den Sieg zu feiern. Riesige Gruppen von halbstarken Jugendlichen ziehen durch die Straßen, schießen mit China-Böllern auf Häuser (und zu späterer Stunde auch auf Polizisten) und wir sind froh, als wir mit etlichen Umwegen endlich sicher die Wohnung erreichen…dass Nachts noch Krawalle auf den Straßen stattfinden und ganz Paris-typisch auch Autos angezündet werden, bekommen wir glücklicherweise in dieser Nacht nicht mehr mit.


TAG 4 – noch ein letztes Highlight

Der Morgen beginnt mit einer neuen Episode unserer berühmt berüchtigten Travel-Fails.

Wie bereits geschrieben, liegt die Stadt seit Samstag im Champions League Taumel…schon Samstag Abend erfahren wir, dass die Polizei den Arc de Triumphe und die umgrenzenden Straßen aus Sicherheitsgründen gesperrt hat. Die Ausschreitungen, die hier in der Nacht von Samstag auf Sonntag stattfinden, zeigen, dass dies zwar die richtige Entscheidung der Polizei ist, jedoch werden die aufmerksamen Leser unter euch bereits gemerkt haben, dass wir unser Auto genau dort in der „Gefahrenzone“ geparkt haben. Als wir morgens aufwachen, hören wir nicht nur von den angezündeten Autos sondern auch davon, dass das Gebiet auch Sonntags großzügig abgesperrt bleibt, da dort ab Nachmittags die Feier von Paris Saint Germain mit Siegesumzug und Parade stattfinden wird.

Also macht sich der Herz-Mann direkt um halb 8 morgens zu Fuß auf Richtung Arc de Triumphe und schafft es nach diversen Gesprächen mit der Polizei und dem Tiefgaragen-Mitarbeiter unser Auto irgendwie aus der Tiefgarage zu bekommen. Der Sohnemann, der sich schon gefreut hat, einfach noch einen Tag in Paris dran zu hängen, ist zwar enttäuscht, aber wir anderen sind froh, dass wir unser Auto doch noch umparken konnten.

Nach dem Schreck am Morgen gehts erstmal zu Le Pain Quotidien frühstücken, bevor wir uns ein letztes Mal Richtung Eiffelturm aufmachen. Die Kids waren doch etwas enttäuscht, dass sie ihn beim Besuch vor zwei Tagen nicht besteigen konnten – daher habe ich kurz entschlossen noch Tickets für die Besteigung ergattert. (Da ich Höhenangst habe, schaffe ich es mit schwitzigen Händen gerade mal bis zur 1. Plattform – aber auch da ist die Aussicht schon phänomenal. Während ich mich also alleine wieder auf den Weg nach unten mache, steigen die anderen ohne mich weiter.)

Noch ein letztes spätes Mittagessen im Ristorante Nello, bevor dieses wundervolle (aber auch anstrengende) Paris-Wochenende mit vielen gemeinsamen Familien-Erinnerungen zu Ende geht und wir die Heimreise Richtung Köln antreten.


A bientôt ihr Lieben, eure Nine


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Noch ein kurzes Wort in eigener Sache: Viele von euch haben mir schon oft geschrieben, dass sie sich von unseren Reisen haben inspirieren lassen und dass viele Adressen, Tipps und Routenvorschläge bei euch Anklang gefunden haben. Darüber freue ich mich riesig!!! Da dieser Blog und die perfekte Recherche aber auch viel Zeit in Anspruch nehmen, dies jedoch alles in meiner freien Zeit und unentgeltlich geschieht, gibt es seit Kurzem die Möglichkeit, meine Arbeit hier über die Seite mit einer kleinen Spende zu unterstützen. Dies ist selbstverständlich absolut freiwillig. Danke


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