Roadtrip durch Süditalien mit Kleinkindern - Teil 2 (Kalabrien & Amalfiküste)
- Nine

- vor 2 Tagen
- 10 Min. Lesezeit
So langsam wird es Zeit, dass wir unserem Abflugort Neapel wieder näher kommen...
wir verlassen Sizilien, indem wir in Messina mit der Fähre nach Vila San Giovanni übersetzen. Nach 30 Minuten haben wir das italienische Festland erreicht: Ciao Calabria!
Obwohl Kalabrien ohne Ende Strandkilometer vorweisen kann, ist es vom Massentourismus bisher weitestgehend verschont geblieben. Zudem rangiert Kalabriens Bruttosozialprodukt ganz unten, die Arbeitslosen- und Auswanderungsrate hingegen ganz oben auf der nationalen Skala. Die Kalabresen leben wie eh und je vom Oliven-, Zitrusfrucht- und Weinanbau und erst langsam vom Tourismus.
Ebenfalls fanden wir es interessant zu wissen, dass Kalabrien weitestgehend unter Einfluss der kalabrischen Mafia „Ndrangheta“ steht. So wurde in den 1990er Jahren zum Beispiel mit EU Geldern der zweitgrößte Containerhafen Italiens in Gioia Tauro ausgebaut, um neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Region wirtschaftlich stärker zu machen. Nachdem sich die Mafia den Hafen in den letzten Jahren als Umschlagsplatz für Drogen zu Eigen gemacht hat, sind auch hier die Hoffnungen auf Besserung zerschlagen. Vielerorts zeugen nie fertig gebaute Industriehallen und verlassene Dörfer von der Armseligkeit dieser Region – auf der anderen Seite gibt es hier noch nahzu unberührte Natur, einsame Meeresbuchten und wie wir erleben durften karibisch anmutende Strände.
Unser erstes Ziel ist das kleine Fischerdorf SCILLA.
Der Start ist etwas holprig, da unsere Ankunft nicht gerade vielversprechend ist: Die kleine Strandpromenade nahe unserem Hotel wird gerade neu saniert als wir ankommen – alles ist abgesperrt und auch hier ist es mittags fast unmöglich, ein offenes Restaurant oder Café zu finden. Meine Laune ist nicht die Beste und sinkt mit dem Auffinden der einzigen offenen Essmöglichkeit auf den absoluten Tiefpunkt. Eine Art Kiosk im geschlossenen Plastikzelt, in dem es allerlei frittiertes Zeug zu essen gibt und alles klebt...das Mittagessen für 27€ für 4 Personen ist zwar das billigste, was wir hier in Italien hatten (haha), aber nicht unbedingt das, was ich mir in einem idyllischen Fischerdorf gewünscht habe.Erst nachdem der Herzmann mit den Kindern am Strand Sandburgen bauen geht und ich mich auf einen Streifzug durch das Dörfchen mache, wird mir die versteckte Schönheit und das Potenzial dieses Dorfes bewusst.
Dass wir gerade jetzt ankommen, wo die Strandpromenade neu gemacht wird und die Strandbuden für den Sommer erst aufgebaut werden, ist einfach nur schade – wir sind schlichtweg zu früh gekommen.
Der Ort ist quasi dreigeteilt...oben auf dem Berg liegt das eigentliche Dorf, rechts unten am Meer das alte Fischerviertel Chianalea, mit kleinen wundervollen Gässchen, die bis zum Meer reichen und links unten der lange Sandstrand des Viertels Marina Grande. Bewacht wird das Dörfchen von einem wuchtigen, mittelalterlichen Schloss aus dem Jahre 1255, welches zu Füßen des Dorfes auf einem vorgelagerten Felsen thront.
Dem Epos von Homers Odyssee zufolge lauerte auf diesem Felsen das Ungeheuer Skylla, welches sechs der Gefährten des antiken Helden verschlang, als diese betört vom Gesang der Sirenen und bedroht vom Strudel Charybdis durch die Meerenge zwischen Sizilien und dem Festland segelten (Unnötiges Wissen Teil 1 mit diesem kleinen Exkurs in die griechische Mythologie).
Erst abends erwacht das Dörfchen aus seinem Dornröschenschlaf und einige der Restaurants am Strand unten öffnen tatsächlich ihre Türen (wir essen Pizza für 3€ und können bei den Preisen erahnen, wie es wirtschaftlich um die Bewohner der Region bestellt ist). Einheimische Jugendliche hauchen dem Dorf Leben ein und lassen einen Vorgeschmack auf laue Sommernächte in Scilla zu.
Auch wenn der Start holprig war, haben wir eine kleine Perle gefunden, in der - wie wir erfahren – ausschließlich Italiener Urlaub machen und die erst langsam auch von ausländischen Touristen entdeckt wird.
Am nächsten Morgen geht es 100 km weiter gen Norden. Unser Ziel: TROPEA.
Und wir staunen nicht schlecht, als wir in dieser Kleinstadt mit dem karibisch anmutenden Strand ankommen: Hier pulsiert das Leben, es gibt offene Cafes und Restaurants und unser Hotel Residenza Donna Giovanna ist ein absoluter Glücksgriff ♥.
Wir sind so begeistert, dass wir hier extra darauf hinweisen möchten, falls der ein oder andere nach Tropea reisen sollte: es befindet sich mitten im Zentrum, alles ist fußläufig zu erreichen, es ist tip top neu renoviert und das Frühstück lässt auch keine Wünsche offen...das Personal ist supernett, sehr gastfreundlich, wir bekommen sowohl die Getränke aus der Minibar geschenkt als auch am nächsten Morgen das Angebot, für unsere Weiterfahrt doch bitte das halbe Frühstücksbuffet als Reiseproviant mitzunehmen.
Tropea zählt 7.000 Einwohner und ist damit für kalabrische Verhältnisse bereits eine Stadt. Es ragt auf einem Tuffsteinfelsen hoch über dem Meer und der Blick auf das Meer und den Strand sind atemberaubend. Wir fühlen uns hier eher wie in der Karibik als in Italien – nicht ohne Grund trägt das Städtchen das Attribut „Perle des Tyrrhenischen Meeres“.
Wir schlendern durch die bilderbuchreife Altstadt mit seinen kleinen Gässchen, essen Pasta und Eis und landen irgendwann unten am Meer. Zu Füßen der Altstadt ragt auf einer kleinen Insel die Wallfahrtskirche Santa Maria dell´Isola aus dem Meer. Zu beiden Seiten verlaufen mit grobem weißem Sand und kristallklarem Wasser lange Strände, die Andi und die Kids natürlich gleich zum Baden verleiten.
Mir persönlich ist das Wasser noch zu kalt zum Baden, ich lese derweil im mir vom Hotel zur Verfügung gestellten Reiseführer und beobachte dubiose Gestalten dabei, wie sie sich dicht an mich heranschleichen, um zu begutachten, was wir so alles in unseren Rucksäcken dabei haben (mal wieder so ein aha-Moment).
Generell gehört Tropea aber schon zu den touristisch am weitesten entwickelten Orten hier in der Region – die Anzahl der vielen Restaurants und Cafes läßt darauf eindeutig schließen. Im Hochsommer sollte man diesen Ort allerdings lieber meiden, rät uns die nette Dame im Hotel – dann überfluten wahre Urlaubsscharen die Stadt.
Übrigens werden die hier im Küstenhinterland angebauten roten Zwiebeln mit dem Qualitätssiegel „cipolle rosse di Tropea“ in alle Welt exportiert (unnötiges Wissen Teil 2).
Wir sind wirklich supertraurig, dass wir hier nur eine Nacht bleiben können – wenn wir den Ort vorher gekannt hätten, wären wir auf jeden Fall ein paar Tage länger hier geblieben. Aber das Urlaubsende rückt näher und so liegt die weiteste Fahretappe vor uns: knapp 400 km quer durchs Land bis zur Amalfiküste!
Sehnsuchtsort Amalfiküste...wie sehr habe ich davon geträumt, einmal die Amalfitana entlang zu fahren und in den so vielversprechenden Orten Positano, Praiano und Amalfi das la dolce vita zu genießen.
Wir haben uns quasi das Beste zum Schluss aufgehoben und wollen den Urlaub an der Amalfiküste ausklingen lassen, bevor es Sonntag von Neapel wieder zurück nach München geht.
Die Fahrt von Kalabrien nach Vito Equense ist supereasy: die Kids beschweren sich nicht einmal (sind wahrscheinlich froh, kein Programm zu haben ;-) ) und wir sind viel schneller als gedacht (die Autobahn ist die ersten 300 km autofrei und an die Geschwindigkeitsbeschränkungen hält sich eh niemand, also hole ich alles aus unserem Citroen raus).
Der Ort Vico Equense liegt auf der anderen Seite der Bucht, also Neapel zugewandt...und ist wirklich süß. Der Strand, an den die Kinder direkt nach der Ankunft erstmal gehen wollen, ist allerdings eine absolute Katastrophe: nach einem recht langen Fußweg stehen wir vor einem völlig verdreckten kleinen Sandstrand.
Liebe Italiener: kann mir mal jemand erklären, warum ihr so mit eurer Umwelt umgeht? Und nicht nur hier, bisher ist mir dies in jedem Italienurlaub aufgefallen: überall liegt Müll und Dreck. Hier im Sand liegen leere Getränkedosen, Eisverpackungen und allerlei Unrat herum – es kann doch nicht so schwer sein, den Müll in einen Mülleimer (okay, die sind hier praktisch nicht vorhanden, ist mir auch schon aufgefallen) zu werfen. So was finde ich einfach erschreckend und ekelig dazu. Ich kann nicht nachvollziehen, dass sich die Italiener zwischen den ganzen Müll legen und diesen scheinbar auszublenden wissen.
Nun gut...da nach gefühlten 10 Minuten sowieso keine Sonne mehr an den Strand kommt, beschließen wir den Ort zu erkunden und sind positiv überrascht. Wir finden ein superleckeres Fisch-Restaurant direkt an einem kleinen Platz, auf dem unsere Kids nach ihrer Pizza Fußball spielen, während wir es uns kulinarisch gut gehen lassen.
Die anschließende Oster-Prozession, in der die Geschichte Jesu nachgespielt wird, ist ebenfalls sehr ergreifend und wirklich wahnsinnig schön umgesetzt.
Um es uns nach der ganzen Reiserei nochmal richtig gut gehen zu lassen, haben wir uns ein ziemlich teures Hotel ausgesucht, welches bereits beim Einchecken nur bedingt sein Geld wert ist (aber da Ostern ist und wir denken, dass die Amalfiküste generell bestimmt teurer ist, sehen wir erstmal darüber hinweg). Nachts werden wir jedoch eines besseren belehrt: unser Zimmer liegt vorne zum Platz und zur Straße raus und die angekündigten Schallschutzfenster sind NICHT vorhanden. Es ist dermaßen laut, dass wir jedes Wort von draußen hören und die halbe Nacht kein Auge zu tun!
Unserer Bitte am nächsten Morgen ein ruhigeres Zimmer zu bekommen kann nicht nachgekommen werden, also beschließen wir das Hotel ein letztes Mal zu wechseln.(Sorry fürs Maulen, aber als wir den Preis von 300 € ansprechen, den wir für die letzte Nacht nicht bereits sind zu zahlen, werden wir nicht sonderlich freundlich behandelt...gebucht sei gebucht! Also hier sei ausdrücklich (!!!) vor CUBO Apartments in Vico Equense gewarnt – es ist sein Geld definitiv nicht wert!)
Da wir den Samstag sowieso dafür eingeplant haben die Amalfitana entlang zu fahren, verstauen wir unsere Koffer ein weiteres Mal im Auto und fahren los. Die ersten Kilometer scheinen vielversprechend...die steil abfallende Küste, in Hänge gebaute Dörfer und der endlose Blick übers Meer...genau so idyllisch und romantisch habe ich es mir vorgestellt.Dann wird die Straße irgendwann enger und wir werden langsamer...dass es hier eher gemächlich zugeht haben wir vorher schon gehört...dass es dann allerdings irgendwann nicht mal mehr in Schrittgeschwindigkeit vorangeht, hatten wir nicht erwartet.
Wir passieren Positano (sieht wirklich toll aus, wären wir ohne Kinder unterwegs, hätten wir hier definitiv einen Stop eingeplant...mit kleinen Kids ist der in den Steilhang gebaute Ort aber eher nicht zu empfehlen) und erreichen nach fast 2 Stunden Fahrt endlich AMALFI.
Dort einen Parkplatz zu finden, ist allerdings unmöglich – wir haben Glück, dass wir im benachbarten Ort einen finden (kleiner Geheimtipp: kurz vor bzw. hinter dem Parkhaus von Amalfi geht es eine kleine Straße Richtung Meer und nach Atrani runter...unten ist ein kleiner Platz von dem aus man in die Fußgängerzone einfahren kann, in der es tatsächlich Parkplätze gibt...wir haben diesen Tipp von zwei Italienerinnen vor Ort bekommen, sonst würden wir wahrscheinlich heute noch nach einem Parkplatz suchen ;).
Durch einen Tunnel gelangen wir endlich nach Amalfi und können es kaum glauben: dicht an dicht drängen sich Touristenmassen durch die engen Gässchen. Vom erhofften „La dolce vita“ fehlt hier jede Spur: ein Ramschladen mit billigem Schrott (T-Shirts mit „Ich bin der Pate“ und ähnliche wundervolle Dinge) folgt dem nächsten...dazwischen Eisdielen und schäbige Imbissbuden. Zwar finden wir mit Glück ein gutes Restaurant (Taverna degli Apostoli), ansonsten können wir diesem Ort nichts Tolles abgewinnen...Amalfi sieht nur von weit weg wundervoll aus, Authentizität ist nicht vorhanden. Wir sind ziemlich enttäuscht und stellen uns weitere zwei Stunden in den Stau, um wieder aus dem Ort herauszukommen.
Fazit: Einmal gesehen und nie wieder!
Für unsere letzte Nacht in Italien haben wir uns ein kleines Bed&Breakfast in den Bergen ausgesucht: einfach aber an Gastfreundlichkeit nicht zu überbieten...abends werden wir von La Mamma sogar noch liebevoll bekocht. Falls ihr euch also doch einmal an die Amalfiküste verirren solltet, können wir das Divina Costiera in Agerola mehr als empfehlen ♥.
Am nächsten Morgen geht es nach einem ausgiebigen Frühstück (alles selbst zubereitet von La Mamma) zurück nach Neapel...noch schnell den Mietwagen abgeben und dann sitzen wir auch schon wieder im Flugzeug zurück nach München!
Zwei Wochen Roadtrip – 16 Tage, 2 Flüge, 4 Fährfahrten, 10 Unterkünfte, 4 Gondelfahrten, 1 Mietwagen, 3 Koffer, 1 Arztbesuch und im Anschluss 2 ½ kg mehr auf der Waage.
Es wird Zeit Bilanz zu ziehen: Was hat uns besonders gut gefallen und was gar nicht? Viel konnte ja bereits aus meinen Reiseberichten entnommen werden :-)
Daher hier erstmal unser persönliches Top 5 Ranking der besuchten Orte (mit Angabe unserer Hotels, sofern wir diese mit bestem Gewissen weiterempfehlen können):
CAPRI (eindeutig unser Favorit auf der Reise und eine absolute Reiseempfehlung für Reisen mit Kindern!) - Unterkunft: Hotel Senaria
TROPEA (unsere karibische Perle in Kalabrien - ebenfalls eine absolute Reiesempfehlung!) – Unterkunft: Residenza Donna Giovanna
PALERMO (eine tolle Stadt mit mediterranem Flair) – Unterkunft: Hotel Il Principe die Granatelli
TAORMINA – Unterkunft: Bed&Breakfast Marifra
SCILLA (allerdings in den Sommermonaten)
Die Amalfiküste (zumindest Amalfi selber) und unsere Route durch den Südwesten Siziliens haben uns leider nicht so gut gefallen, weshalb wir für sie eher keine Empfehlung aussprechen (auch wenn unsere Unterkünfte dort zum Teil wirklich schön waren, die Orte an sich haben uns jedoch nicht zugesagt).
STICHWORT KINDER:
Die Kinder haben es erstaunlich gut mitgemacht und es als großes Abenteuer gesehen. Trotzdem müssen wir zugeben, dass die Route bzw. die Anzahl der Stopps für Lola (und auch für den Herzmann ;-) etwas zu ambitioniert war. Um den Stress rauszunehmen, haben wir zwar immer wieder Strandtage ohne Programm eingeschoben, trotzdem haben wir Lola (vor allem da sie gesundheitlich zwischendurch angeschlagen war) angemerkt, dass sie immer mal wieder Heimweh hatte.
Erstaunlich fanden wir übrigens, wie herzlich die Kinder in Italien überall behandelt wurden, wie interessiert Luis (5) an allem war und wie die Kinder auf einmal Sachen gegessen und probiert haben, die sie zu Hause eher nicht auf ihren Tellern sehen möchten.
STICHWORT SICHERHEIT:
Auf Capri und in Palermo fühlten wir uns wirklich sicher, an allen anderen Orten schwang immer ein bisschen Unsicherheit mit.
In Neapel und an der Amalfiküste waren unsere Hoteltüren Schusssicher (siehe Foto) und mit einem fünffachen Sicherheitsschloss ausgestattet – das allein führt schon dazu, dass ich mich frage, wieso solche Türen überhaupt nötig sind.
Im Südwesten Siziliens und auch in Teilen Kalabriens fanden wir es mehr als befremdlich, dass alle Häuser verriegelt und verrammelt aussahen, dass auch am helllichten Tage überall die Jalousien runtergelassen waren (obwohl keine sommerliche Hitze herrschte), jedes Haus einen Wachhund hatte, das Leben nicht draußen stattfand und man in manchen Orten so gut wie keine Menschenseele draußen sah...diese Umstände trugen dazu bei, dass wir uns nicht immer unbeschwert oder absolut sicher gefühlt haben.
STICHWORT KOSTEN:
Generell war unser Raodtrip nicht günstiger als ein AllInclusive-Urlaub auf den Kanaren z.B....Flüge, Mietwagen, Benzinkosten, die Unterkünfte (für 4) und natürlich auch das permanente Essengehen schlugen im Endeffekt ordentlich zu Buche.
UNSER FAZIT:
Alles in allem haben wir in diesem Urlaub unglaublich viel gesehen, viele Eindrücke gesammelt, konnten Land und Leute besser kennenlernen, haben superlecker gegessen (das erklärt die +2 ½ kg auf der Waage ;-) und hatten das Gefühl, viel länger als 2 Wochen unterwegs gewesen zu sein.
Trotzdem haben wir für uns entschieden, dass wir die Stopps bei weiteren Roadtrips reduzieren werden...denn das tägliche Koffer ein- und ausräumen (nachher wurden die Koffer der Einfachheit halber nur noch aufgeklappt und unter die Betten geschoben ;) war dann doch etwas nervig auf die Dauer und auch die Entspannung kam bei diesem Pensum leider zu kurz.
So begeistert wir an manchen Tagen auf unserer Reise waren, so entsetzt waren wir dafür an anderen. Zusammenfassend halte ich es gerne wie einst schon Arthur Schopenhauer in einem Brief aus dem Jahre 1822: Mit Italien lebt man wie mit einer Geliebten, heute im heftigen Zank, morgen in Anbetung. Mit Deutschland wie mit einer Hausfrau, ohne große Zorn und ohne große Liebe.
In diesem Sinne gehabt euch wohl, wir lesen uns bald wieder! Es war mir eine Freude, euch auf unsere Reise mitgenommen zu haben und hoffe, dass wir auch in Zukunft viele Reisen gemeinsam unternehmen werden.
Eure Nine ♥
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Jahr 2017 veröffentlich und im Rahmen des Blog-Relaunchs auf meiner neuen Webseite erneut eingestellt.



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